Tagesausflug mit dem Bus zum „Kloster Corvey“ und nach Hameln

Tagesausflug mit dem Bus zum „Kloster Corvey“ und nach Hameln

UNESCO – Weltkulturerbe „Corvey“ bei Höxter / Weser

  • Wann war das ? : 26.09.2018
  • Abfahrt : um 08.30 Uhr am Heinrich-Weber-Haus, Im Dorfe 23
  • Rückkehr : ca. 20.00 Uhr
  • Kosten pro Person : 55,00 €, einschl. Busfahrt, Besichtigungen, Mittagessen und Nachmittags-Kaffee!

Der Wettergott war uns mal wieder gut gesonnen, denn los ging diese Tagesfahrt bei strahlendem Sonnenschein!

In Corvey angekommen, wurde unsere 31-köpfige KVB–Gruppe zur Besichtigung in 2 Gruppen geteilt und so erfuhren wir, dass dieses ehemalige Benediktinerkloster ein sehr bedeutender Ort war, der auch heute noch auf einzigartige Weise Kunst, Kultur, Architektur und Geschichte verbindet.

Zur Großansicht der Bilder einfach drauf klicken!

Durch königliche Güterübertragungen und Schenkungen des sächsischen Adels wurde Corvey zu einem der reichsten Klöster im deutschen Raum. Seit 2014 steht dieses Kultur-Denkmal – romantisch am Weserbogen und am Weser-Radweg gelegen – auf der Liste der UNESCO als “Weltkulturerbe”.

An strategisch günstiger Lage in der Nähe des Hellwegs, entwickelte sich 822 das erste Kloster im sächsischen Raum zum eigenständigen Herrschaftssitz mit überregionalem Einfluss.
Das Benediktinerkloster mit einer bedeutenden Bibliothek erblühte im 9. und 10. Jahrhundert zu einem bekannten geistigen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum, das wichtige Impulse für die Christianisierung in Europa setzte.
Eine große Anzahl Bischöfe brachte Corvey hervor; viele Herrscher kamen an die Weser und hielten dort jeweils ihren „Reichstag“ ab. Sehr sehenswert sind das karolingische Westwerk, die barocke Klosteranlage, der Kreuzgang, die Äbte-Galerie sowie der prächtige Kaisersaal und die facettenreichen Prunk- und Wohnräume aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Wir erfuhren auch, dass in der „Fürstlichen Bibliothek“, in der der Dichter „Hoffmann von Fallersleben“ als Bibliothekar des Herzogs von Ratibor wirkte, fast 75.000 Bände in 15 eleganten Sälen ihr Domizil gefunden haben. Natürlich ist „Hoffmann von Fallersleben“ uns allen bekannt“.
Er schrieb den Text unserer National-Hymne, von der seit 1991 allerdings nur die dritte Strophe gesungen wird! Sein Familienname lautete übrigens „Heinrich August Hoffmann“. Er stammte allerdings aus dem Ort FALLERSLEBEN, war also nicht adelig und hat dem Familiennamen einfach seinen Geburtsort hinzugefügt! Übrigens ………..die Melodie zu unserer Nationalhymne komponierte Joseph Haydn!

„Corvey“ ist aber längst kein Kloster mehr, sondern ging bereits 1803 in den Besitz der Herzöge von Ratibor und Fürsten von Corvey über. Seither trägt die Familie die Verantwortung für die Klosteranlage, mit Ausnahme der Abteikirche. Besucher erkennen die Anwesenheit des Herzogs im Schloß an der weithin über das Wesertal sichtbar wehenden Flagge in den fürstlichen Hausfarben „Rot und Gold“. Nach gut einer Stunde waren beide Besichtigungen beendet, und es ging weiter zum Mittagessen in das Hotel/Restaurant „Kiekenstein“ in Höxter, wunderschön gelegen auf einer Anhöhe – mit Blick auf die Weser.
Danach stand die Rattenfänger-Stadt „Hameln“ auf dem Programm, die übrigens auch an der Weser liegt und berühmt wurde durch die Sage vom „Rattenfänger von Hameln“, die auf einer Überlieferung aus dem Jahre 1284 beruht.
Hier erwartete uns eine Stadtführerin zu einem Gang durch die historische Altstadt. Charmant und witzig erzählte sie uns eine ganze Menge Hochinteressantes über die Stadt; im Besonderen natürlich zur Rattenfänger-Sage! In Hameln soll nämlich der dunkelste Geselle der Deutschen Märchenstraße überhaupt – gleichzeitig aber auch die „bekannteste Märchenfigur im Weserbergland – zu Hause gewesen sein, eben dieser Rattenfänger von Hameln. Natürlich ist es nur eine Sage! , die auf einer Überlieferung aus dem Jahre 1284 beruht.
Danach hat dieser Mann mit seiner Flötenmusik zwar die Ratten, die zu einer Plage geworden waren, aus der Stadt vertrieben; erhielt dafür aber leider nicht den zuvor vereinbarten Lohn. Daher lockte er alle Kinder, die seine Musik hörten und ihm folgten, auf Nimmerwiedersehen aus der Stadt …….in den Fluss Weser, wo sie ertrunken sein sollen. Die Sage ist daher letztlich kein buntes, nettes Märchen, sondern eine Geschichte, in der es um Betrug und Rache geht.

Wenn man die letzten Zeilen dieser Überlieferung, die sich angeblich zugetragen haben soll, gelesen hat, gibt es leider kein Happy End, und ein Wohlgefühl stellt sich auch nicht ein, obwohl niemand weiß, ob es sich wirklich genau so zugetragen hat oder lediglich aus der Feder eines phantasievollen Schreiberlings oder aus den Mündern redseliger Bürger stammt.
Was uns am Ende dieser Führung dann berührte, ja, das kann man so sagen, das war der gewisse Zauber, der auf der Hamelner Altstadt liegt – mit ihren Weser-Renaissance- und Fachwerkhäusern sowie den kleinen, schmalen und geheimnisvollen Gassen, von denen man – wenn auch nur ganz kurz – glaubt, sie in Verbindung mit der unheimlichen oder auch „mysteriösen“ Geschichte des Rattenfängers anschauen zu müssen.
Da sind der eigenen Phantasie ja nun mal keine Grenzen gesetzt! Nach diesem gut einstündigen Besichtigungs-Rundgang hatten wir noch ungefähr 1 Stunde Zeit zu einem gemeinsamen Kaffeetrinken im traditionsreichen „Museums-Café“, gelegen ebenfalls in der Altstadt. Hoch zufrieden saßen wir kurz nach 18.00 h wieder im Bus.

Die Fahrt nach Hause konnte losgehen! Wohl behalten und tatsächlich ohne Stau kamen wir gegen 20.00 h am Heinrich-Weber-Haus an. Was für ein interessanter Tag war das, bei allerschönstem sonnigem Herbstwetter!

Administrator(Web)

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung der Homepage stimmen Sie dem zu. Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf das Wort "Datenschutzerklärung" am Ende dieser Information, oder auf den Button "ich bin Einverstanden" um diese Information verschwinden zu lassen. Datenschutzerklärung