Betriebsbesichtigung „Bäckerei KANNE“ in Lünen

Betriebsbesichtigung „Bäckerei KANNE“ in Lünen

  • Wann war das ? : 13.03.2018
  • Treffpunkt? : 12.00 Uhr auf dem „Kanne“- Betriebsgelände Im Geistwinkel 40, Lünen
  • Anfahrt : in Fahrgemeinschaften mit privaten PKWs!
  • Besonderes :Mittags-Imbiß und Nachmittags-Kaffee
  • Kosten pro Person :  keine

Der Besuch war hochinteressant und seitens Kanne sehr gut organisiert! Der Betrieb besteht bereits seit über 110 Jahren. Gegründet 1904 von Wilhelm Kanne, wird er bereits in fünfter Generation geführt. Pünktlich um 12.00 h hatten sich alle Teilnehmer auf dem Betriebsgelände „Im Geistwinkel“ versammelt, wurden dort von Helmut Dupke, zuständiger Mitarbeiter für Besichtigungen, herzlich begrüßt und erst mal ins Verwaltungsgebäude zu einem gemeinsamen Mittagessen gebeten, wo uns als Hauptgericht leckerer Lammbraten erwartete.

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Erst danach fand die Führung durch die große Produktionshalle statt, in dem Kleingebäck und Brötchen gebacken, aber auch leckere Kuchen „konditert“ werden; alles ohne Zusatz chemischer Backmittel. Natürlich wird ebenfalls Brot an diesem Alt-Standort gebacken. Aus über 40 Sorten besteht das Riesen-Brotsortiment verschiedenster, wohl schmeckender Arten; vom franz. Baguette bis zum Pumpernickel. Das Brötchen-Angebot umfaßt übrigens ca. 25 Sorten! Die eigene Marzipan- und Pralinenherstellung ergänzt die Produktion von „Leckereien“! Wir erfuhren, dass alle Backwaren, die in den Kanne-Filialen verkauft werden, ausnahmslos aus eigener Herstellung stammen. Das betrifft beispielsweise auch die die Creme- und Obstfüllungen für Gebäck. Das für Vollkornbrot und Vollkornbrötchen benötigte Getreide kommt größtenteils von Bio-Bauern, wurde also biologisch angebaut und wird täglich in der haus-eigenen „TIROLER STEINMÜHLE“ frisch gemahlen. Man verwendet also keine Fertigmehle. Am „Neu“-Standort „Selm“ wird übrigens auch Brot gebacken, aber für den „Kanne-Brottrunk“. Sein Basis-Produkt ist nämlich BROT, wie der Name schon sagt. Viele von uns kennen längst diesen Trunk und kaufen ihn gerne. Denn täglich ein Gläschen voll davon zu trinken, ist der Gesundheit förderlich. Erwähnt werden sollte auf jeden Fall, dass der Brottrunk auch unseren Haustieren gut tut. Mehr zu dieser ganz besonderen Spezialität zu erklären und dabei explizied auf die verschiedensten einzelnen Punkte einzugehen, sprengt an dieser Stelle den Rahmen. Es ist zwar ein hoch-interessantes Thema, aber eben auch sehr komplex.

Während wir in der Produktionshalle an den einzelnen Fertigungsstellen den Mitarbeitern bei der Arbeit zuschauten und den dazu passenden Erläuterungen von Helmut Dupke zuhörten, war die „kannesche“ Unternehmensphilosophie deutlich zu spüren, in der es überwiegend um ganzheitliches ökologisches Denken und Handeln zum Schutz unser aller natürlichen Ressourcen geht. Dass sich gerade im JETZT traditionelle Handwerksbäckerei mit modernsten Unternehmenskonzepten verbinden, darauf wird absolut Wert gelegt.

Vor über 110 Jahren so zu sagen „klein angefangen“, beschäftigt Kanne heute rund 400 Mitarbeiter, davon 100 Auszubildende. Und wir erfuhren auch, dass Umweltschutz in diesem vorbildlich geführten Betrieb kein „Schlagwort“ ist, sondern bereits seit Langem praktiziert wird. Dazu gehören ein eigenes Windrad auf dem Firmengelände sowie eine Photovoltaikanlage mit 125 kW auf dem Dach eines der Betriebsgebäude. Beeindruckt hat uns: pro Jahr braucht man ca. 1,2 Mio. kWh elektrischer Energie für den Betrieb „Im Geistwinkel“; davon können 650.00 kWh durch Windkraft und Photovoltaik erzeugt werden. Da man aber nicht nur dann backen kann, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, sind es immerhin zumindest rund 650.000 kWh regenerativer Energie, die man in Eigen-Initiative gewinnt und auch nutzt.

Sehr interessant für uns war, über die Energie-Einsparungspotentiale dieses Betriebes zu hören, belegt u. a. durch folgende Beispiele, von denen man als „Kanne“-Käufer keine Kenntnis haben kann und die da wären:

Zur Begrenzung des Ressourcen- und Energieverbrauchs wird das Licht in den Produktionsräumen über Bewegungssensoren gesteuert.

Die Abwärme aus den Schwadendämpfen der Öfen wird über Schwadenkondensatoren zur Warmwasserbereitung der Spülmaschinen genutzt.

Gleiches gilt für die Abwärme der Gasheizung und der Brenner für die Backöfen, die durch Rauchgaskondensatoren zur Warmwasserbereitung verwendet wird.

Es gäbe so viel mehr Interessantes über diesen „Vorzeigebetrieb“ zu erzählen, erwähnen aber zumindest noch, dass uns die offensichtlich gute Teamarbeit während der verschiedensten Fertigungsprozesse auffiel.

„Last but not least“ bemerken wir, dass es nach der Betriebsbesichtigung ein gemeinsames gemütliches Kaffeetrinken gab. Bevor es dann wieder nach Hause ging, erhielt jeder Teilnehmer eine Stoff-Tragetasche mit Informationsmaterial, einer Flasche Kanne-Brottrunk sowie weiteren verschiedenen Kanne-Produkten, die einer sinnvollen und gesunden Ernährung dienlich sind und von denen viele von uns bis dato nicht wußten, dass es sie überhaupt gibt. Dazu gehört z. B. der „Kanne-Bio-Energie-Snack“.

 

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