Radtour rund um Deutschland – Schönheiten an Deutschlands Grenzen Ein Bild-Ton-Vortrag von Klemens Wittig

Radtour rund um Deutschland – Schönheiten an Deutschlands Grenzen Ein Bild-Ton-Vortrag von Klemens Wittig

  • Wann war das ? : 10.11.2017
  • Wo ? : Heinrich-Weber-Haus, Im Dorfe 25
  • Uhrzeit : 19.00 Uhr
  • Besonderes : Der Eintritt war frei! Um eine Spende wurde gebeten, um damit in Namibia das Schulgeldprojekt „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu unterstützen.

Klemens Wittig! Wer in Brechten kennt ihn nicht? Inzwischen etwas über 80 Jahre alt, ist er gleichwohl immer noch Leistungssportler, der in diesem Alter „so fit ist wie ein Turnschuh“! Seit über 30 Jahren läuft er z. B. Marathon und versäumt aktuell in seiner Altersklasse nicht einen einzigen Wettbewerb; es sei denn, es kommt etwas wichtiges Privates dazwischen und verhindert eine Teilnahme.

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Er betreibt also Sport, wo andere bereits den Rollator schieben – allerdings wohl wissend, dass eine so gute körperliche Konstitution nicht jedem Menschen gegeben ist! Unbestritten ist er daher derzeit Deutschlands erfolgreichster Seniorensportler.

Zu einem weiteren Highlight in seiner sportlichen Karriere wurde die bereits zweite Umrundung der gesamten Bundesrepublik mit dem Fahrrad, und zwar dieses Mal gegen den Uhrzeigersinn. Nach Meinung des Ausnahmesportlers sähe man die Landschaft – aus einer anderen Richtung kommend – mit ganz anderen Augen. Das hätte sich am Ende der Tour beim Betrachten der Fotos beider Umrundungen gezeigt, weil man die mit der Kamera festgehaltenen Schönheiten der Natur und der Bauwerke besser vergleichen könne.

Und so ging es in Etappen erneut entlang der deutschen Grenze – mit Stippvisiten in allen 9 Nachbarländern. Für die komplette Umrundung brauchte Klemens Wittig insgesamt 35 Tage. In dieser Zeit radelte er 4.680 km und saß dafür insgesamt 248 Stunden „im Sattel“. Pleiten, Pech und Pannen gab es nicht; lediglich die Fahrradkette mußte ein paar Mal abgeschmiert werden. Am Gepäck, mit 11 kg sehr knapp bemessen, hat er rigoros gespart. Darin enthalten waren sogar noch die Radwegkarten für Deutschland. Die alleine wogen schon einiges!

Die vielen Berge, Pässe und Steigungen, die zu bewältigen waren, sind nicht gerade seine Freunde geworden, gab er unumwunden zu. Besonders schwierig zu erradeln war allerdings der 1200 m hohe Jochpaß; aber auch bei einige anderen ist es nicht viel leichter gewesen! Immer mal wieder weniger anstrengende Tage gab es natürlich ebenfalls. Aufschlußreich während der Tour war für Klemens Wittig, eine Menge bekannter Urlaubs- und Feriengebiete sowohl an der Ostsee als auch an der Nordsee und natürlich z. B. im Süden Deutschlands kennen zu lernen. Erstaunt haben ihn eine Fülle Naturreservate an verschiedenen Grenzabschnitten sowie eine Vielzahl besonderer Straßen, z. B. die Schuh- und Silberstraße, die Glas- oder Störtebeckerstraße.

Doch besonders angetan hatten es ihm sieben (7) deutsche Weltkulturerbe; u. a. die Hansestädte Stralsund, Wismar und Lübeck; nicht zu vergessen das „Völklinger Hüttenwerk“ sowie der Muskauer Park mit dem Fürst-Pückler-Schloß.
Wissen Sie eigentlich, dass es in unserem Land nur zwei (2) „Welt-Naturerbe“ gibt? Das sind die Wattenmeere und die deutschen Buchenwälder.

Sehr gerne erinnert er sich übrigens an die oft besonders schönen Radwege entlang verschiedenster Flüsse. Gleichwohl holperte er häufig genug über Kies- und Schotterwege, Trampelpfade, aufgebrochene Baumwurzeln oder schlechte, zwar gepflasterte Radwege, inzwischen aber längst wieder reparaturbedürftig geworden, die nicht unbedingt für „Fernradfahrer“ geeignet waren. Zudem mußten Privatgrundstücke, Firmengelände, jede Promenier-Meile (Bodensee) und die Auen so zu sagen im „zickzack“ umfahren werden! Dadurch verlängerte sich die insgesamt zu bewältigende Rad-Wegstrecke ganz beachtlich! Unsere Staatsgrenze ist insgesamt 3.757 km lang; radeln mußte er aber ca. 4.600 km.

Negativ-Erlebnisse für ihn gab es auf dieser Deutschlandumrundung mit dem Fahrrad nicht. Beeindruckt hat ihn, dass es immer noch viele Gegenden gibt, wo jedes Kind einen Erwachsenen grüßt, wo die Haustüren offen stehen und wo man anklopfen und fragen darf – wonach auch immer! Ein Problem war jeden Abend allerdings die Suche nach einer preisgünstigen Übernachtungsmöglichkeit. Kleinere Orte haben nicht immer Pensionen, Gasthöfe oder ein Hotel. Ein Bett und eine warme Dusche möchte man am Ende des Tages dann aber doch genießen können! Also ging es dann oft genug weiter … zum nächsten Ort, manchmal auch kurz über die Grenze, wo eine Übernachtung mit Frühstück meistens sogar erstaunlich preiswert war.

Hoch interessant und viel zu schnell ging dieser Abend zu Ende. Es kam eine beachtliche Anzahl Gäste, um über eine völlig a-typische Radtour und die damit verbundenen Erlebnisse entlang Deutschlands Grenzen zu hören. Erfahren wollten so mancher aber auch, wie man es schafft, in diesem Alter so fit zu sein, und es auch zu bleiben, dass man eine solch lange Rad-Tour körperlich verkraftet, wenn man zudem auch noch ganz alleine unterwegs ist, selbst wenn abends die Familie und das „zu Hause“ durch die Tele-Kommunikation, die inzwischen ja fast alles möglich macht, nahe gebracht werden!

Fazit? Dazu sagte Klemens Wittig mit Nachdruck:
Fit halten – kann sich eigentlich jeder. Jeder kann sich im Alter – und ggf. zur eigenen Sicherheit auch nach Absprache mit seinem Hausarzt – im Rahmen seiner Möglichkeiten sportlich betätigen. Es muss doch nicht immer gleich Leistungssport sein! Je nachdem wie man sich fühlt, ist häufig schon eine Sitz- oder Hockergymnastik hilfreich, die inzwischen besonders für Senioren empfohlen wird und häufig vom Arzt verordnet und von der Krankenkasse bezahlt wird.

Egal was man macht, egal wie man es macht! Ich empfehle: bewegt euch, bewegt euch, bewegt euch! Versucht es zumindest! Und …….. geht spazieren; geht raus in die Natur! Das ist auch gut für den Kopf. Der Wald z. B. ist der beste Stress-Abbauer, den man sich denken kann.
Vielen Dank Klemens Wittig – für diesen aufschlußreichen Abend ……… und für Ihr Fazit!

 

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