Besuch „Verkaufsräume in DO-Stadtmitte“ für Produkte der alten Kornbrennerei August Krämer aus Dortmund-Holthausen“

Besuch „Verkaufsräume in DO-Stadtmitte“ für Produkte der alten Kornbrennerei August Krämer aus Dortmund-Holthausen“

  • Wann war das ? : 11.10.2017
  • Wo ? : Heinrich-Weber-Haus, Im Dorfe
  • Beginn : 15.30 Uhr in „Krämers Verkaufsräumen“, Schwanenwall
  • Ende : ca. 17.00 Uhr
  • Anfahrt : In Eigeninitiative; Mitfahrgelegenheiten waren abgesprochen worden!

Aufgrund der von „Krämer“ vorgegebenen begrenzten Teilnehmerzahl von 30 Personen war dieser Termin nach Bekanntgabe im Frühsommer ruck zuck ausgebucht. Und so trafen sich dann 30 gut gelaunte Mitglieder pünktlich um 15.30 h in den Verkaufsräumen am „Schwanenwall“.

Bereits seit 150 Jahren existiert die „Brennerei & Likörfabrik Krämer“ in Dortmund. Der Familienbetrieb zählt zu den ältesten Traditionshäusern unserer Stadt und wird heute sowohl in der vierten als auch schon fu¨nften Generation geführt. Und noch immer setzt man sich dafür ein, dass auch weiterhin die Grundsätze des Gründers „August Krämer“ eingehalten werden, die da sind: beste Qualität und absolute Reinheit aller ausgewählten Zutaten als Grundlagen für die Erzeugnisse aus hochprozentigem Weizendestillat und zertifizierten Kräutern, die man wiederum aus dem Apothekenhandel bezieht.

Zuerst vermittelte uns Felix Krämer / 5. Generation einen hochinteressanten Einblick in die Vergangenheit des Familienbetriebes; erzählte aber auch über das Jetzt und über die weiteren Pläne für die Zukunft der Brennerei am Schwanenwall, währenddessen uns ein angenehmer, wohl tuender Duft nach Beeren, Kräuterextrakten, Schokolade und Alkohol umgab; egal in welchem Arbeitsräume wir gerade standen, schauten und zuhörten.

Wahrscheinlich hat sich mein Urur-Großvater von Mönchen eines Klosters in der Nähe von Dortmund die Rezepturen für die Kräutermischungen erklären lassen, mutmaßt seit langem Familie Krämer; Genaueres sei bedauerlicherweise nicht überliefert. Dann führte Felix Krämer weiter aus: die teilweise über 150 Jahre alten Herstellungsverfahren sowie diese Rezepte werden selbstverständlich unter Verschluß gehalten und gehütet wie ein Schatz. Als wichtigste geschäftliche Grundregeln sind sie der Garant für den unverwechselbaren Geschmack der Spirituosen. Dafür sei ein interessantes Beispiel „Krämers Magen-Likör“, der schon vor über 150 Jahren in Apotheken und Drogerien verkauft wurde. Er machte den Firmengründer „August Krämer “ nicht nur bekannt, sondern obendrein berühmt; vielleicht auch durch den hohen Wiedererkennungswert der um den Flaschenhals befestigten Papierfahne mit einer Aufschrift! Und ………..heute gibt es diese Spirituose immer noch; allerdings unter dem Namen „August mit dem Schlips“. Selbst die Fahne um den Flaschenhals ist weiterhin vorhanden, auf der seinerzeit – heute natürlich nicht mehr – eine Dosier-Anleitung stand, die aktuell undenkbar wäre, nämlich: “Alle 2 Stunden einen Esslöffel voll zu sich nehmen”. Na dann ….. zum Wohle; ein Vorschlag: aber erst zu Hause!!!!

Natürlich erfuhren wir ebenfalls eine Menge über die Zubereitung der Schnäpse und Liköre. Und passend zu dem Produkt, das uns gerade vorgestellt wurde, konnte man auch immer ein kleines Schlückchen probieren! Erstaunlich ist: in diesem Betrieb stellt man nach wie vor jedes Erzeugnis ohne Maschinen her! Hier ist reine Handarbeit angesagt! Und ein weiterer Grundsatz wird noch beherzigt: alle benötigten Zutaten sind traditionell, d. h. ohne Zusatz- und Konservierungsstoffen zu verwenden. Und auch folgendes ist Handarbeit geblieben: bei den Schnäpsen und Likören geht vom Destillieren, Extrahieren, Abschmecken und Mischen bis hin zum Abfüllen und Etikettieren jeder einzelne Liter, jede einzelne Flasche, egal, ob sie groß oder klein ist sowie zum Schluß auch noch der Versand durch die Hände der Krämers und ihres Teams.

Erstaunlich war, dass sich viele von uns für den „Krämer Gin“ begeisterten, der in einer auffällig formschönen Flasche und super-eleganter Verpackung präsentiert wird. Dazu gab es von Felix Krämer sogar noch einen Tip gratis für diesen ausgefallenen Drink: einen guten Schuß Gin ………ab ins Glas, auffüllen mit gekühltem Soda und unbedingt noch Amalfie-Zitrone dazu geben, ergibt –wie er sagt – mal eine ganz andere Geschmacksnote; schmeckt also völlig anders, als man sich üblicherweise einen Longdrink mit Gin vorstellt, wie z. B. den guten, altbekannten „Gin-Tonic“. Außerdem sei der „Krämer Gin“ bestens geeignet, ihn auch mal pure und vor allem ungekühlt zu genießen!

Zu einem weiteren Highlight wurde die Verkostung der total leckeren handgemachten Pralinen. Zu den Brennerei-Produkten kam nämlich 2004 noch die Schokolaterie hinzu. Hier ist das Besondere: Die Pralinen-Füllungen, angereichert mit einem Hauch der verschiedensten hauseigenen Schnäpse, gießt man nicht in vorgefertigte Schokoladen-Hohlkörper. Jede einzelne handgeformte Trüffelpraline oder Trüffelkörper erhält z. B. den Kuvertüre-Überzug per Hand. Durch diese zeitaufwendige Behandlung gerät die Umhüllung besonders zart und bietet ein besonderes Geschmackserlebnis, das gleich beim ersten Bissen spürbar wird, schwärmte Felix Krämer. Passend zu jeder Pralinen-Sorte, die uns vorgestellt wurde, reichte man auch Pralinen/Trüffel zum Verkosten. Da kann man nur sage: hm …….., das war unglaublich lecker!

Alles in allem bleibt also festzustellen:
es war ein sehr interessanter Nachmittag, der am Ende sogar zum „Einkaufen“ von Schnäpsen und Pralinen verführte; bei so manchen tatsächlich schon im Hinblick auf das gar nicht mehr all‘ zu weit entfernte Weihnachtsfest!

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